Eine Aktivität, die man unbedingt in Kanada gemacht haben muss ist Whale Watching. Die populärste Region um dies zu tun ist sogar Vancouver Island, also konnte mich auch nichts mehr davon abhalten! Da die Wassertemperaturen mit dem Herbsteinbruch natürlich immer kälter werden und die Wale dann langsam in wärmere Gebiete ziehen, geht die Walsaison hier von April bis Oktober und die Chancen Wale im Winter zu sehen sind dementsprechend niedrig. Somit kam der Trip für einige der internationalen Schüler*innen Ende September wie gerufen!
Wo genau waren wir überhaupt?
Nach einer etwa 40-minütigen Busfahrt kamen wir am Hafen von Campbell River, nördlich von Courtenay, an.
Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit, doch trotz Sonnenschein und ca. 18 Grad Celsius bekamen wir von den Tour Guides einen dicken Ganzkörperanzug, der uns auch vor dem Wind und Wasser auf dem Boot später schützen sollte. Wir sahen wirklich alle aus wie Leute von der Feuerwehr, denn die Anzüge hatten eine knallrote Farbe, wirklich sehr unauffällig… Auf Grund von der Einheitsgröße können sich jetzt bestimmt alle vorstellen, die mich und meine Körpergröße in Realität kennen, dass mir das gute Kleidungsstück etwas zu groß war und ich mich darin etwas verloren gefühlt habe. Immerhin gab es ein paar Klettverschlüsse, mit denen man die Weite an Beinen, Bauch und Handgelenken etwas verstellen konnte.
Trotz dem etwas amüsanten Look, mit dem wir dann alle unterwegs waren, wäre es ohne Anzug vermutlich viel zu kalt und nass gewesen.
Fahrt aus dem Hafen heraus
Da wir ca. 25 internationale Schüler*innen waren und das Personen Maximum der Boote 15 Personen betrug, mussten wir uns aufteilen. Fun fact, der Tour Guide des anderen Bootes kam sogar ursprünglich aus Deutschland und konnte dementsprechend auch verstehen, was die Deutschen sagten, das nennt man mal kleine Welt 🙂
Übrigens hatten auch unsere Boote eine rote Farbe und wir waren mit Abstand die auffälligste Crew, die den Hafen verließ. Anschließend mussten wir die Bucht verlassen und kamen an dem Cape Mudge Lighthouse (= Leuchtturm) vorbei, welcher seit 1898 existiert.
Da die Boote wie bereits erwähnt nicht allzu viele Personen mitnehmen konnten, hatten sie den Vorteil ordentlich Speed beim Fahren auf dem offenen Meer aufzubauen, was schon ganz cool war. Glücklicherweise ist auch niemandem schlecht geworden!
Der eigentliche Grund, weshalb wir hier waren
Und dann war es tatsächlich soweit, unser Tour Guide hatte in der Ferne Fontänen gesehen und machte sich mit unserem Boot auf den Weg etwas näher in deren Richtung zu fahren. Kurz darauf tauchte dann auch der erste Buckelwal direkt neben unserem Boot auf, doch dadurch, dass die Tiere immer nur eine kurze Zeit auftauchen, um Luft zu holen, dann wieder abtauchen und oft in andere Richtungen weiterschwimmen, hatten wir ihn nicht so nah erwartet… Zugegeben habe ich mich im ersten Moment sogar ziemlich erschrocken, denn auch wenn ich bereits einmal Whale Watching in Südafrika gemacht hatte, war das schon ein paar Jahre her und das Boot war damals deutlich größer.
Der Buckelwal tauchte dann aber kurze Zeit später wieder ab und nach etwa zehn Minuten, die wir mit Warten verbrachten, fuhren wir weiter. Es dauerte nicht lange, bis wir den nächsten Wal sahen, diesen entdeckte dieses Mal aber eine deutsche Schülerin und nicht der Tour Guide, denn der Wal war ziemlich weit weg.
Insgesamt sahen wir acht Wale, allerdings keine Orcas sondern „nur“ Buckelwale. Nachdem wir uns aber das erste mal alle etwas erschrocken hatten, als der Wal direkt neben uns auftauchte, passierte das Ganze tatsächlich noch einmal mit zwei anderen Walen.
Der Rückweg
Nach gut ein einhalb Stunden auf dem Wasser machten wir uns auf den Rückweg zum Hafen und sahen unterwegs noch ein paar Seelöwen auf den kleineren Inseln, die sich überall im Meer verteilt befanden. Manche von ihnen fingen dann sogar an im Wasser miteinander zu spielen und die komischsten Geräusche von sich zu geben.
Weitere Bilder & Eindrücke
Auf Grund von echt tollem Wetter, der wunderschönen Landschaft und später auch einem ruhigeren Wellengang machte ich wirklich viele Fotos, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte, von daher kommen hier noch einige Einblicke in einen Tag, den ich sicherlich nicht vergessen werde!
Übrigens findet ihr in meinen Story Highlight auf Instagram namens „Canada“ noch einige weitere Videos, schaut dort gerne vorbei!

















