Bisher ging es in meinen Artikeln immer viel um die Ausflüge in der Natur, was bei so einer tollen Landschaft wie hier auf Vancouver Island natürlich auch gerechtfertigt ist. Doch da die wunderschöne Umgebung nicht das einzige ist, was ich in den letzten Wochen und Monaten zu sehen bekam, wird es jetzt um ein Weihnachtsevent gehen, welches wir in der Vorweihnachtszeit besuchten.
Ganz in der Nähe von unserem Haus befindet sich das Crown Isle Resort, zu dem auch ein großer Golfplatz der Golf Community gehört. Jedes Jahr ist die Unterkunft und das Gelände sehr aufwendig dekoriert und bietet eine tolle kostenlose Auswahl an Weihnachtsaktivitäten an. Den Spaß wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und da das Event nicht nur an einem Tag stattfand, sondern über mehrere Wochen anhielt, machten wir uns am 4. Dezember spontan auf den Weg ins Weihnachtsspektakel.
Challenge für die Kinder
Direkt am Eingang wurde uns ein Wegweiser ausgehändigt, auf dem sich zudem eine kleine Aufgabe für alle Kinder befand. Überall auf dem Gelände waren insgesamt zehn Elf-Stofftiere versteckt und sobald man einen gefunden hatte, sollten die Kinder ein kleines Kreuz an der Stelle auf der Karte machen. Tatsächlich wurde meine Gastschwester Carolyn dann aber eher von den anderen Attraktionen abgelenkt, sodass auch meine Gasteltern und ich später kaum noch nach den Elfen Ausschau hielten.
Weihnachtsbaum Wettbewerb
Direkt der erste Pfad leitete uns zu einer großen Leinwand, auf der Weihnachtsfilme abgespielt wurden, allzu viel Zeit verbrachten wir dort allerdings nicht, denn Filme können wir schließlich auch Zuhause schauen!
Weiter ging es mit einer Reihe von Weihnachtsbäumen, welche alle von unterschiedlichen Firmen geschmückt wurden und gegeneinander konkurrierten. Wir, als Besucher, hatten dann später die Möglichkeit auf einen Zettel unseren Favoriten zu schreiben und an der Rezeption abzugeben.
Darauf folgten jegliche weitere Dekorationen, wie ihr etwas weiter unten auch in den Fotos sehen könnt. Außerdem gab es drei Rentier Holzstatuen, aus dessen Hörnern je sechs Nägel herausragten. Unsere Aufgabe war es dann die Nägel von einer beliebigen Entfernung mit den danebenliegenden Leuchtringen zu treffen. Bei meinem Wurftalent teilte ich mir den letzten Platz mit Carolyn, denn wir beide trafen keinen einzigen Nagel, hatten aber trotzdem Spaß und das ist denke ich die Hauptsache 🙂
Kurzer Snack Zwischenstopp
Die freundlichen Mitarbeiter*innen des Resorts händigten uns als kleine Zwischenmahlzeit kleine Tüten mit je zwei Marshmallows, zwei Butterkeksen und einem Stück Schokolade aus, womit wir daraufhin über zwei Feuerschalen S’Mores machten (für alle, die den Snack noch nie probiert haben, es ist sehr empfehlenswert, besonders wenn die Marshmallows über dem Feuer schön karamellisiert und im besten Fall nicht abgebrannt sind).
Nachdem wir dann unser süßes Sandwich genossen hatten, ging unser Weg weiter zu einem kleinen Häuschen, bei dem wir uns einen warmen Kakao und Kekse holen konnten. Gesagt, getan, das war dann praktischerweise auch die Lösung zu meinem dauerhaften Problem von kalten Händen.
Wie es sich für ein Golf Resort gehört, musste natürlich auch irgendwo der Sport auftauchen, also waren drei kleine Minigolfbahnen direkt vor dem Hotel aufgebaut. Schläger und Bälle konnte man sich ausleihen und dann ging es auch schon los. Dieses Mal schlug ich mich auch etwas besser als bei dem Wurfspiel mit den Rentier Figuren.
Santa Claus
Mein persönliches Highlight war denke ich, dass sich ein Mitarbeiter als Santa Claus verkleidet hatte und man ganz traditionell Fotos machen konnte und Santa, besonders die kleinen Kinder, fragte, was sie sich denn zu Weihnachten wünschen würden. Carolyn, als dort noch vier-Jährige, war selbstverständlich total begeistert, doch als Santa dann nicht das Spielzeug kannte, welches sie sich wünschte, war sie etwas entsetzt. Umso lustiger war es natürlich für meine Gasteltern dabei zuzuschauen.
Lebkuchenhäuser
Zuletzt gingen wir noch in den Eingangsbereich des Hotels hinein, denn dort waren einige Lebkuchenhäuser aufgebaut, bei denen man auch nochmal für seinen persönlichen Favoriten abstimmen konnte. Außerdem hatte man die Möglichkeit den riesigen Weihnachtsbaum in der Mitte des Raumes zu bewundern, den ihr hier im Bild sehen könnt. Nachdem wir dann also für unser Lieblings-Lebkuchenhaus gevotet hatten, ging es wieder nach Hause.
Mein eigener Weihnachtswunsch
Was ich euch übrigens noch nicht verraten habe, ist mein Weihnachtswunsch, nach welchem ich ebenfalls von Santa gefragt wurde, denn ich denke, dass wäre eine schöne Art, um diesen Artikel zu beenden. Meine Antwort war, dass ich keinen wirklichen Wunsch hätte, weiter ausgeführt habe ich das Ganze vor Ort allerdings nicht, doch hier würde ich gerne meine vollständige Antwort teilen. Ich denke, ich habe in der bisherigen Zeit hier so unglaublich viel gelernt, nicht nur über eine neue Kultur und neue Menschen, sondern auch über mich selber. Ich bin über mich hinausgewachsen und habe meine Ängste überwunden. Ich habe eine wundervolle Gastfamilie, die ich schon fast meine richtige Familie nennen kann und das alles ist für mich das größte Geschenk!


















