Die letzten Wochen

Wiedersehen meiner Eltern

Wie einige bereits wissen, war von Anfang an geplant, dass mich meine Eltern aus Deutschland gegen Ende des Halbjahres vor Ort in Kanada abholen. Nicht nur, hätten sie so die Chance meine Gasteltern und die für mich gewohnte Umgebung kennenzulernen, auch waren etwa zehn weitere Tage geplant, in denen wir das Land noch mal alleine etwas genauer erkunden.

Unser Plan

Ursprünglich sollten meine Eltern erst am Mittwoch, den 26.01. fliegen, sodass wir dann noch das Wochenende mit meiner Gastfamilie zusammen gehabt hätten. Da Corona natürlich auch das Reisen und den Tourismus beeinflusst, wussten wir nicht, ob am Flughafen in Kanada ein PCR-Test gemacht werden muss. Scheinbar wurden Leute stichprobenartig für die Tests ausgewählt und mussten daraufhin, bis das Ergebnis da war (24 – 72 Stunden), in Hotelquarantäne. Es war also nicht sicher, ob meine Eltern für den Test ausgewählt werden und wie lange die Wartezeit dann beträgt. Dementsprechend entschlossen sie sich dazu den Flug auf Sonntag den 23.01. umzubuchen und wurden bei der Ankunft zu einem PCR-Test ausgewählt, wie fast alle anderen Einreisenden. Da das negative Testergebnis schon am Montag morgen ankam, stand der Ankunft meiner Eltern im Comox Valley nur noch die Fährfahrt auf die Insel und die Autofahrt bis zu uns im Weg.

Das Wiedersehen

Sie machten sich kurz nach dem Frühstück auf zur Fähre, um mich gegen drei Uhr von der Schule abholen zu können. Ihr Plan ging auf und wir konnten uns seit etwa fünf Monaten endlich wieder in die Arme schließen. Um ehrlich zu sein fühlte es sich aber gar nicht nach so einer langen Zeit an, ich denke das lag aber an unseren sehr regelmäßigen Telefonaten.

Tour durch die Stadt

Nachdem meine Eltern mich dann von der Schule abgeholt hatten, machten wir uns auf den Weg Richtung Fitnessstudio, denn dieses Hobby von mir habe ich auch in Kanada weitergeführt. Außerdem sahen sie so die Route, welche ich mit dem Bus immer fuhr und auch die kleine Innenstadt von Courtenay. Anschließend ging es nach Hause zu meiner Gastfamilie.

Kennenlernen meiner Gastfamilie

Bereits als wir vor dem Haus anhielten und mein Vater einparkte, sah ich meine Gastschwester Carolyn ganz aufgeregt am Fenster schauen. Wir gingen also Richtung Haus und meine Eltern wurden sehr herzlich von meiner Gastfamilie empfangen, ich natürlich auch, aber mich kannten sie ja schon persönlich! Auch Carolyn war von Anfang an recht aufgeschlossen, zwar etwas albern, doch auch das legte sich sobald sie meinem Vater ihr Zimmer und ihre Spielzeugsammlung zeigte. Auch mit den Katzen konnten sich meine Eltern schnell anfreunden und bevor Fragen aufkommen, ja meine Familie besitzt eine Nacktkatze bzw. besser einen Kater, an den man sich aber gewöhnt, denn er ist wirklich sehr lieb und hat mich in der gesamten zeit kein einziges Mal gekratzt.

Den restlichen Tag und Abend verbrachten wir sehr entspannt, Carolyn hatte einen neuen Spielkameraden, wir aßen zusammen und erzählten viel. Geschenke von Deutschland gab es natürlich auch! So lang blieben meine Eltern dann allerdings nicht mehr bei uns und fuhren in ihr Hotel in der Stadt, was noch an dem Jetlag und der Müdigkeit lag, außerdem hatten wir ja noch eine ganze Woche Zeit Dinge zusammen zu unternehmen.

Ice Hockey Spiel

Da mein Gastvater hobbymäßig Ice Hockey spielt und der Sport hier in Kanada wirklich sehr verbreitet ist, schauten sich meine Gastfamilie, meine Eltern und ich ein Spiel am Dienstag Abend in der Eishalle von der Militär Base an und motivierten das Team von Guy selbstverständlich besonders. Es ging dann sogar so weit, dass sich die Schiedsrichter absprachen und beim Anhalten der Zeit jedes Mal Musik ertönte. Meine Eltern waren durch und durch begeistert, für mich war es mittlerweile gar nicht mehr so besonders, da ich des Öfteren zum Zuschauen mitkam, doch als wir alle zusammen mitgekommen sind, war es doch nochmal ein anderes Gefühl.

Schulbesichtigung

Da meine Eltern auch gerne einmal meine Schule von innen sehen wollte, erklärte ich einem der drei Stellvertretenden Schulleitern die Situation und fragte, ob es möglich wäre meine Eltern am Mittwoch nach dem Unterricht etwas herumzuführen. Er bot an uns einfach eine Tour zu geben, sodass wir (natürlich primär meine Eltern) die Kursräume auch zu Gesicht bekommen. Unten seht ihr übrigens nochmal das Labor, meinen Fotografie bzw. Digital Animations Raum und den Kursraum für Metallarbeiten. Falls ihr den Artikel zum kanadischen Schulsystem und meiner High School noch nicht gelesen habt, dann schaut doch gerne mal vorbei.

Mich machte es unglaublich glücklich, wie ich meinen Eltern und jetzt auch euch einen genaueren Einblick ein mein gewohntes Umfeld geben konnte und außerdem war es richtig sympathisch wie sich der Co-Schulleiter Zeit für uns nahm. Er war übrigens total locker drauf und stellte sich bei uns direkt mit Vornamen vor, das würde in Deutschland sicherlich nicht so häufig passieren…

Im Verlauf des restlichen Tages gingen wir dann noch alle gemeinsam zu Costco, einer Großhandelskette direkt bei uns in der Nähe, bei der man so ziemlich alles findet, was man sucht und braucht. Wir fingen schon mal an etwas für unseren Wochenendtrip einzukaufen, wohin der ging und was wir dort erlebten, das werde ich euch allerdings in einem anderen Artikel berichten.

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