Anfang des Abenteuers

Die Anreise

Um ehrlich zu sein, war ich mir erst nicht sicher, ob ich überhaupt einen Artikel über meine Anreise schreiben soll, da ich die Befürchtung hatte, es würde etwas langweilig sein. Allerdings ist dann doch etwas mehr passiert, worüber es sich definitiv lohnt zu berichten.

Flug Nummer 1

Fangen wir ganz vorne an, mein erster Flug von Düsseldorf nach München. Alles lief nach Plan: Koffer einchecken, von meinen Eltern verabschieden, durch die Sicherheitskontrolle durch und dann hieß es erstmal am Gate warten. Dort traf ich Emma und Moritz, zwei Schüler genau in der selben Situation wie ich, auf dem Weg ins große Abenteuer. Wir saßen zwar im Flugzeug nicht zusammen, hätte sich für die knappe Stunde Flugzeit vermutlich auch nicht wirklich gelohnt. Angekommen in München mussten wir durch die Ausreise, denn uns stand der Langstreckenflug in ein anderes Land außerhalb von Deutschland bevor (für mich der erste seit fast zwei Jahren wieder).

Flug Nummer 2

Ich hatte das Glück, dass sich meine Sitznachbarin auf diesem Flug umsetzte und somit der Platz zwischen einer weiteren Frau am Gang und meinem Platz am Fenster frei blieb. Mein Plan war es aber, die ganzen zehn Stunden wach zu bleiben, da ich gegen neun Uhr (kanadischer Zeit) an meinem finalen Ziel ankommen sollte und mir so direkt einen richtigen Schlafrhythmus angewöhnen konnte, ohne vorher einen Jetlag zu haben. Somit habe ich schon mal ein paar Themen für meinen Blog gebrainstormt und etwas Journaling auf meinem iPad gemacht.

Ankunft in Vancouver

Angekommen in Vancouver ging es dann für Emma, Moritz, drei weitere Schüler (Kim, Valentin und Carolina aus Frankfurt) und mich zur Einreise, bei der uns eine sehr lange Schlange erwartete… Wir waren mit die letzten und als ich dann endlich am Schalter angekommen war, passierte mir Fail Nummer eins: Mein kompletter Ordner an Dokumenten fiel mir runter und alles war auf dem Boden verteilt. Ich geriet in ziemliche Panik, weil ich natürlich alles aufsammeln und vorzeigen musste und die Mitarbeiterin zeitgleich auch noch jegliche Fragen an mich stellte, beispielsweise ob ich Cannabis bei mir trage, was natürlich nicht der Fall war.

Als ich dann dort endlich fertig war und ich mit meinem Stapel an Dokumenten zu den anderen Schülern hetzte, fiel mir alles erneut runter und ich rutschte auf einer der Klarsichtfolien aus und legte mich samt Rucksack und Handgepäck-Trolli hin: Fail Nummer zwei. Hier konnten mir die anderen dann glücklicherweise beim Aufheben helfen und weiter ging es zum Gepäckband und zu einem weiteren Schalter, an dem wir unsere Aufenthaltserlaubnis abholen sollten.
Dort wurden wir nach und nach aufgerufen und die Zeit bis zu unserem Anschlussflug wurde immer knapper. Als wir dann endlich alle dieses Dokument ausgehändigt bekommen hatten und eigentlich noch mit dem Gepäck durch den Zoll sollten, war unser dritter und letzter Flug nach Comox (Vancouver Island) bereits gestartet. Wir hatten ihn also verpasst: Fail Nummer drei. Und was nun ?

Wir fragten das Flughafenpersonal und wurden von Schalter zu Schalter geschickt, keiner konnte uns wirklich helfen und die Frage beantworten, wie wir denn jetzt zum eigentlichen Zielort kommen. Auf den letzte Flug nach Comox an diesem Abend umzubuchen war ebenfalls zu kurzfristig und somit mussten wir im Hotel übernachten. Aber auch das war nicht allzu einfach, da wir als Minderjährige auf eine Genehmigung von unseren Gasteltern angewiesen waren. Carolina und ich beschlossen uns ein Hotelzimmer zu teilen und den Flug nach Nanaimo am nächsten morgen um 08:20 Uhr zu nehmen.

Weiterreise nach Nanaimo

Nach etwa zwei Stunden voller Organisation wie es weiter gehen sollte, kamen Carolina und ich im Hotel an. Wir machten uns direkt fertig, da wir am nächsten Tag bereits um sechs Uhr den Shuttle zum Flughafen nehmen mussten. Alles verlief dort dann auch nach Plan, aus dem Hotel auschecken, Shuttle nehmen, Koffer einchecken, durch die Sicherheitskontrolle und ab zum Gate. Doch dann kam Fail Nummer 4: Unser Flug hatte gute zwei Stunden Verspätung… Ich nutzte die Wartezeit, um mich bei meinen Freunden und der Familie zu melden und von meiner Reise bis hier hin etwas ausführlicher zu erzählen.

Carolina und ich waren also endlich am Zielort angekommen und warteten auf unsere Gastfamilien. Wir hatten dann zwar noch eine gute Stunde Fahrt bis Comox vor uns, da Nanaimo natürlich nicht unser geplanter Ankunftsflughafen sein sollte, aber immerhin waren wir jetzt auf Vancouver Island.

Ich wurde unglaublich herzlich von meinen Gasteltern und meiner kleinen Gastschwester Carolyn empfangen, wir kauften noch schnell das Nötigste ein und finally:

Ich kam Zuhause an!

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