Anfang des Abenteuers

Der erste Tag

Was wäre schon eine Reise, bei der alles geplant und gut abläuft? Ganz genau, langweilig! Oder zumindest langweiliger als meine Reise, die ich bis hier hin erlebte. Aber jetzt bin ich ja erstmal angekommen. In diesem Artikel wird sich nämlich alles um meinen „richtigen“ ersten Tag in Kanada drehen, den Tag am Flughafen inklusive Fahrt nach Hause zählen wir mal nicht mit…  

Übrigens, wenn ihr die ersten Blog Artikel noch nicht kennt, dann solltet ihr sie euch auf jeden Fall anschauen und durchlesen!

Der erste Morgen

Ihr kennt das sicherlich alle, im eigenen Bett Zuhause schläft man immer am besten. Allerdings muss ich sagen, dass sich diese Theorie jetzt offiziell als falsch herausstellt. Vielleicht war aber auch die Müdigkeit vom Vortag der Grund für meinen sehr guten Schlaf in meinem neuen Umfeld.

Jedenfalls war ich gut erholt und wurde direkt nach dem Aufstehen sehr herzlich im Wohnzimmer empfangen. Es gab dann erstmal Frühstück: Proteinwaffeln mit Obst und Sahne. Nicht zu vergessen die Zahnstocher mit rotem Ahornblatt und der Aufschrift „Oh Canada“. Die werdet ihr übrigens noch häufiger auf Fotos vom Essen wiederfinden. Man könnte es schon fast unseren ersten Insider nennen, den wir hier als Familie haben.
Ich bin mit meinen Eltern in Deutschland natürlich regelmäßig in Kontakt, besonders in den letzten Stunden erhielt ich viele Fotos, in denen ebenfalls Zahnstocher mit Kanada Flaggen in jeglichen Lebensmitteln stecken. Beispielsweise in den Pizza Brötchen von unserem Lieblings-Italiener der Stadt. Meine Gastfamilie hier in Kanada fand es sehr amüsant und deshalb haben wir da Ganze jetzt auch eingeführt und stecken die Flaggen in viele Gerichte nur fürs Foto 🙂

Nach dem Frühstück haben meine Gastschwester Carolyn und ich zusammen Zähne geputzt und beschlossen, dass wir ab jetzt die „Morning Teeth Brush Buddies“ sind. Wie kleine Kinder es manchmal so an sich haben, hat sie nicht immer Lust Zähne zu putzen, weshalb ich ihr angeboten hab, dass ich’s mit ihr zusammen mache. Jetzt kennt ihr auf jeden Fall schon mal meine morgendliche Beschäftigung, wobei ich zugeben muss, dass wir das Ganze auch manchmal auf abends verschieben, weil sie etwas früher in den Kindergarten muss als ich in die Schule und sie dementsprechend früher fertig sein muss.

Der restliche Nachmittag

Nachdem wir uns dann alle fertig gemacht hatten, ging es zu Superstore einkaufen. Hier kann ich mich nur wiederholen, die Packungsgrößen und die Auswahl erinnern mich extrem an die USA. Besonders der darauffolgende erste Besuch bei Costco war überwältigend. Costco kann man mit der Metro oder dem Handelshof vergleichen, alles ist in großen Verpackungen vorhanden und das Sortiment ist riesig. Von Lebensmitteln, frischen Backwaren, Pflanzen, Kleidung und Spielzeug gibt es dort eigentlich alles. Mein Gastvater Guy erzählte mir sogar, dass man online noch viel mehr bestellen kann, was dann zum Laden geliefert wird und bereit zum Abholen ist, darunter sogar Möbel…

Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen kurzen Stop an meiner zukünftigen Schule, der Georges P. Vanier Secondary School, eingelegt. Leider war die Schranke am Eingang noch unten, sodass ich nur von etwas weiter weg Fotos machen konnte. Aber es wird auf jeden Fall bald noch ein Artikel zur Schule generell und meinem ersten Schultag hochgeladen, also seid gespannt!

Zurück Zuhause

Wieder Zuhause angekommen verteilte ich dann meine Gastgeschenke für die Familie: Ein Friseursalon Lego Friends Set für Carolyn, darunter zufälligerweise eine Figur, die laut Verpackung Nina hieß. Meine ältere Gastschwester Peyton bekam ein Armband und meine Gasteltern ein deutsches Koch- und Backbuch von Dr. Oetker. Für die ganze Familie gab es dann noch eine Postkarte von meiner Heimatstadt und typisch deutsche Süßigkeiten: Haribo, Milka Schokolade und Kinderriegel (letzteres habe ich leider vergessen zu fotografieren).

Das Abendessen

Abends gab es dann Steak, Reis, Gemüse und natürlich wieder die Kanada Zahnstocher 🙂 Zum Nachtisch gab es noch ein Stück Schoko Kuchen frisch von Costco. Ich sag ja, dort gibt es einfach zu viel Leckeres…

Der restliche Abend war sehr entspannt, wir saßen etwas im Wohnzimmer zusammen und später telefonierte ich noch mit meinen Eltern. Auch wenn an dem Tag an sich nicht viel Außergewöhnliches passierte, gab es trotzdem viel zu erzählen, denn das hier ist schließlich alles noch neu für mich und ich sammle grade die ganzen ersten Eindrücke.

(2) Kommentare

  1. Eva sagt:

    Liebe Nina,
    nun möchte ich dir zu deiner tollen Website gratulieren und freue mich für dich, dass es dir so gut bei deiner Gastfamilie in Kanada gefällt. Und herzlichen Dank Nina, dass du beim Terry Fox Run mich ausgewählt hast. Das wird mir sicherlich viel Glück bringen. Dir wünsche ich noch eine ganz tolle Zeit mit vielen Erlebnissen und gigantischen Eindrücken. Liebe Grüße Eva

    1. Nina sagt:

      Dankeschön für das gute Feedback und die lieben Wünsche! Und ja, hoffentlich bringt es dir Glück, das würde ich dir von ganzem Herzen wünschen ❤️

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